Christine Kinder spielt Viola im Beethoven
Orchester Bonn, Foto: Barbara Aumüller
SERENADE UM 11 in der
Beethovenhalle Bonn
So 27. November 2011, 11 Uhr
1. Serenade um 11 Christopher Hogwood zu Gast I
Unterwegs mit der Postkutsche
So 12. Februar 2012, 11 Uhr
2. Serenade um 11 Christopher Hogwood zu Gast
II Ikone der Kultur
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So 22. April 2012, 18 Uhr (!)
3. Serenade um 11 Christopher Hogwood zu Gast III
Getrennt und zusammen
So 24. Juni 2012, 11 Uhr 4. Serenade um 11 Christopher Hogwood zu Gast IV
Serenade einmal anders
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1. SERENADE UM 11 So 27. November
2011, 11 Uhr Beethovenhalle
Christopher Hogwood zu Gast I Unterwegs mit der Postkutsche
Wolfgang Amadeus Mozart Serenade D-Dur KV 320
Posthorn-Serenade (1779) Teil 1
Benjamin
Britten Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31 (1943)
Max Reger Serenade für Flöte, Violine und
Viola G-Dur op. 141 a (1915)
Wolfgang Amadeus Mozart
Serenade D-Dur KV 320 Posthorn-Serenade (1779) Teil
2
Benjamin Hulett Tenor
Marie Luise Neunecker
Horn
Solisten des Beethoven Orchester Bonn
Beethoven
Orchester Bonn
Christopher Hogwood Dirigent
Auf Heiteres ganz im Wortsinne des
italienischen sereno dürfen die Hörer der Reihe
Serenade um 11 gespannt sein: Sie ermöglicht Einblick in eine
Kompositionsform, die im 18. Jahrhundert für kleinere Besetzungen
vornehmlich als höfische Gesellschaftsmusik geschrieben wurde, vor allem
mit dem Ziel zu gefallen.
Die diesjährige Reihe Serenade um
11 (früher Klassik um 11) wird geprägt vom
renommierten britischen Dirigenten Christopher Hogwood. Im Rahmen einer
Residence wird er bei allen vier Serenade um
11-Konzerten am Pult stehen. Den Reigen eröffnen wird Hogwood u. a.
mit Mozarts Posthorn-Serenade, die ihren Namen einer vom Posthorn
gespielten Naturton-Melodie verdankt. Mit Benjamin Brittens Serenade erfolgt
ein Sprung vom 18. ins 20. Jahrhundert. Dieses 1943 entstandene meditative Werk
ist ein Beispiel für die Wiederbelebung der Kantaten-Serenade. Dass
Britten eine vokale Serenade schrieb, mag vor dem Hintergrund seiner Vorliebe
für die Kunst des Tenors Peter Pears, seinem Lebenspartner, kaum
verwundern. Und weil Britten gerne für seine Landsleute schrieb, bezog er
den Hornisten Dennis Brain gleich mit ein, dessen Part mit Marie Luise
Neunecker prominent besetzt ist. Der für seine Orgelwerke bekannte
Akkordarbeiter Max Reger schrieb eine dreisätzige, solistisch
besetzte Serenade. Dies dürfte auch für Klassikkenner eine
Entdeckung sein.
10.25 Uhr: Einführung mit Dr. Hartmut
Hein

2. SERENADE UM 11 So 12. Februar 2012,
11 Uhr Beethovenhalle
Christopher Hogwood zu Gast II Ikone der Kultur
Antonín Dvořák
Serenade für Bläser, Violoncello
und Kontrabass
d-Moll op. 44 B 77 (1878)
Wolfgang Amadeus Mozart Eine kleine
Nachtmusik G-Dur KV 525 (1787) für zwei Violinen, Viola, Violoncello
und Kontrabass
Johannes Brahms Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
(1857-1858)
Solisten des Beethoven Orchester Bonn
Beethoven Orchester Bonn
Christopher Hogwood Dirigent
Als gesellig-heiteres
Musizierstück für den Abend schrieb Wolfgang Amadeus Mozart
Eine kleine Nachtmusik. Sie gilt immer noch als die Serenade
par excellence. Während die Hörer in Mozarts Nachtmusik
von reinen Streicherklängen umgeben sind, tauchen sie in Antonín
Dvořáks
Serenade in die Klangwelt der Bläser ein. Dieses 1878, also beinahe ein
Jahrhundert nach Mozart entstandene, unterhaltsame Konzertstück schrieb
Dvořák
aus der beflügelnden Stimmung zunehmender Erfolge als Komponist. Zu diesen
Erfolgen hatte Johannes Brahms als Freund und Förderer maßgeblich
beigetragen.
Brahms hatte als junger Komponist zwei Serenaden
geschrieben. Die Serenade Nr. 1 D-Dur war ursprünglich als
Oktett konzipiert und diente ihm schließlich als Übungsfeld auf der
Suche nach der großen sinfonischen Gattung. Joseph Joachim, Brahms
Berater in Orchestrierungsfragen, nannte die erste Serenade später
treffend Sinfonie-Serenade. Tatsächlich erwartet den
Hörer nach der Pause ein 40-minütiges groß besetztes Werk, das
der Engländer Christopher Hogwood mit dem Beethoven Orchester Bonn zum
Besten geben wird.
10.25 Uhr: Einführung mit Dr.
Hartmut Hein

3. SERENADE UM 11 So 22. April 2012,
18 Uhr (!) Beethovenhalle
Christopher Hogwood zu Gast III Getrennt und zusammen
Richard Strauss Serenade für 13 Bläser Es-Dur op. 7
(1881)
Edward Elgar Serenade für Streichorchester
e-Moll op. 20 (1892)
Johannes Brahms Serenade Nr. 2 A-Dur op.
16 (1858-1859)
Solisten des Beethoven Orchester Bonn
Beethoven Orchester Bonn
Christopher Hogwood Dirigent
Das dritte Konzert in dieser Reihe hält
von allem etwas bereit: eine Bläser-, Streicher- und Orchesterserenade.
Mit der Serenade für 13 Bläser lernen wir ein
kurzweiliges Jugendwerk in Holz- und Blechbläserbesetzung von Richard
Strauss kennen, das er als Kompositionsschüler kurz vor Bestehen seines
Abiturs schrieb. Auf den eröffnenden Bläserklang folgen
atemberaubende Streicherklänge: Edward Elgar hob mit seiner Serenade
für Streichorchester ein von Spielern wie Hörern
gleichermaßen geschätztes, nach wie vor populäres Stück
aus der Taufe. In die Welt der Orchesterserenade führt die zweite Serenade
von Johannes Brahms, die 1860 im Druck erschien unter dem Titel: Serenade
für kleines Orchester (Blasinstrumente, Bratschen, Violoncelli und
Bässe). Brahms hatte sich, was zu der Zeit äußerst
ungewöhnlich war, gegen die Violinstimmen entschieden, um ein dunkleres
Klangbild zu erzielen, das er sehr schätzte. Auf diese Weise treten die
Bläser deutlicher hervor und lassen das Werk für den
Hörer überraschend beinahe wie eine Bläserserenade
erscheinen.
17.25 Uhr: Einführung mit Dr. Hartmut
Hein

4. SERENADE UM 11 So 24. Juni 2012, 11
Uhr Beethovenhalle
Christopher Hogwood zu Gast IV Serenade einmal anders
Bohuslav Martinů Serenade
für Kammerorchester H 199 (1932)
Richard
Strauss Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit
Streichorchester und Harfe F-Dur TrV 293 (1947)
Ludwig van Beethoven
Serenade für Flöte, Violine und Viola D-Dur op. 25
(1795-1796)
Wolfgang Amadeus Mozart Serenade Serenata
notturna D-Dur KV 239 für zwei kleine Streichorchester und
Pauken (1776)
Sabine Meyer Klarinette
Dag
Jensen Fagott
Solisten des Beethoven Orchester
Beethoven Orchester
Bonn Christopher Hogwood Dirigent
Der Streifzug durch die Serenadenliteratur
als klassische Unterhaltungsmusik kommt im Rahmen dieser mit Mozart
begonnenen Konzertreihe auch mit Mozart zum Abschluss. Die Serenata
notturna gewährt Einblick in eine äußerst
experimentierfreudige Komponierstube. Zum Streichorchester mit Pauken gesellt
sich ein Quartett aus zwei Violinen, Viola und Kontrabass ein echtes
Unikat in der Manier des barocken Concerto grosso und zugleich ein Ohrenschmaus
nicht nur für Mozartliebhaber.
Zuvor aber warten die Meisterin
ihres Faches, Sabine Meyer, und der norwegische Fagottist Dag Jensen mit einer
Rarität auf: Das 1947 entstandene Duett-Concertino für
Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe von Richard Strauss
ist ein Spätwerk, das mit seinem nostalgischen Melodienreichtum eine
Reminiszenz an unbeschwerte Serenaden-Konzerte ist. Mit Abstechern
in die konträr zueinander stehenden Serenadenkompositionen des Tschechen
Bohuslav Martinů
und des Bonner Ludwig van Beethoven verspricht das Beethoven Orchester Bonn
aufregenden Musikgenuss.
10.25 Uhr: Einführung mit
Dr. Hartmut Hein
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